Gewalt in der Familie

Jede 5. in einer Beziehung lebende Frau wird Opfer familiärer Gewalt. Opfer familiärer Gewalt sind zu 95 % Frauen, zu 5 % Männer.

Gewalt ist jede Form des körperlichen und sexuellen Übergriffes
sowie die Androhung dessen.


Dazu zählen:
beschimpfen, vergewaltigen, schlagen, einsperren, bedrohen, abwerten, krankhafte Eifersucht, Kontrolle, kein Geld geben, zerstören von Eigentum, Telefonterror, Haustiere quälen ...

Den Ausstieg aus einer Gewaltbeziehung erschwert vieles:

  • Angst vor noch mehr Gewalt
  • Angst vor der Ungewissheit
  • Abhängigkeit
  • das Gefühl der Verbundenheit mit dem Täter
  • gemeinsame Kinder
  • die Gefahr von noch schwererer Gewalt
  • Schuldgefühle
  • Wechsel zwischen Gewalt und positiver Zuwendung durch den Täter
  • Täter / Opfer Umkehr
  • keine oder nur wenige soziale Kontakte
  • Drohungen des Täters für den Fall des Ausstieges
  • das Gefühl der Ausweglosigkeit

Auch die Reaktionen der Täter auf ihre Gewalt erschweren
den Ausstieg für die Opfer:

  • Mord-, Selbstmorddrohung
  • das Versprechen, dass es zu keiner Gewalt mehr kommen wird
  • Entschuldigungen für den Gewaltausbruch
  • das Weinen
  • die Rechtfertigungen der Täter für ihr gewalttätiges Verhalten
  • Abwertungen der Opfer
  • Schuldzuschreibungen an das Opfer
  • das Bagatellisieren der Gewalt
  • Täter fühlen sich ungerecht behandelt
  • sehen keine anderen Lösungen
  • verhalten sich nach außen oft unscheinbar, angepasst, ruhig, kontrolliert
  • berufen sich auf ihre schlimme Kindheit
Es gibt Wege aus der Gewalt! Sie sind die Chance für Sie und Ihre Kinder auf ein Leben ohne Demütigungen, Qualen und Verletzungen. Sie haben die Möglichkeit, Schritte zu unternehmen. Das Gewaltschutzzentrum kann Sie begleiten und unterstützen.